Leider hatten wir für den Besuch der weißen Insel nicht wirklich viel Glück mit dem Wetter. Nachdem wir das Hafenbecken mit dem Bot verlassen haben fing es an zu regnen wie aus Eimern. Dazu kam noch ein Seegang mit ca. 3-4m hohen Wellen. Diese verursachten das Problem das 40% der ca. 30 Touries auf dem Bot sich das Frühstück noch einmal durch den Kopf gingen lassen. Da ich ja bekanntlich auch nicht der geborene Seefahrer bin musste ich mein leckeres Frühstück leider auch in zwei Papiertüten wieder an ein Besatzungsmitglied abgeben :(.

Nach drei Stunden im Boot kamen wir dann endlich an. Leider regnete es immer noch, was dazu führte das eine Gruppe Japaner einfach auf dem Boot blieb und die Insel erst gar nicht betreten hat…

Allerdings muss ich sagen das das schlechte Wetter nur zu dem Ambiente des einzigen Aktiven Vulkans Neuseelands beigetragen hat. Nachdem ich mit meinen Schwestern in dem Thermalgebiet Roturua war, welches ich als total touristisch empfunden habe muss ich sagen das ich White Island definitiv bevorzuge! Einfach Wahnsinn auf einem Aktiven Vulkan umherzulaufen. Überall um dich herum brodelt es und riecht nach Schwefel.

Hier noch ein paar Detail Infos zur Insel:

Quelle Wikipedia:

Lage

White Island befindet sich 48 Kilometer östlich der Nordinsel Neuseelands in der Bay of Plenty. Die nächsten Festlandstädte sind Whakatane und Tauranga. Der Vulkan weist die Form eines Kreises auf, hat einen Durchmesser von rund 2 Kilometer und erhebt sich 321 Meter über dem Meeresspiegel. Die vulkanische Struktur, auf der sich die White Island befindet, ist über zwei Millionen Jahre alt. Was man von der Insel über Wasser sieht ist jedoch nur ein Drittel des gesamten Vulkans und daher sollen hier Tauchgänge auch sehr interessant sein.

Entdeckung

White Island wurde von James Cook entdeckt, als er am 1. Oktober 1769 durch die Bay of Plenty segelte. Er nannte die Insel so, weil sie ständig in einer Wolke von weißem Dampf erschien. Obwohl er nahe an die Insel herankam, hatte er nicht bemerkt, dass es sich um einen Vulkan handelte.

Ausbrüche

Im März 2000 entstanden drei kleine Öffnungen im Hauptkrater, die zur Folge hatten, dass der Vulkan Asche auszustossen begann. Er überdeckte die ganze Insel mit feinem, grauem Staub. Eine Eruption am 27. Juli. 2000 schließlich bildete einen neuen Krater.

Während der Ausbrüche zwischen 1981 und 1983 veränderte sich die Landschaft der Insel enorm. Ein großer Teil des Pohutukawa Waldes wurde zerstört. In dieser Zeit entstand auf dem Hauptkrater ein kleiner See. Der Kratersee leuchtet heute in den unterschiedlichsten Farben, mal dreckig grau, mal giftgrün.

Bergarbeiten auf White Island

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde ein Versuch gestartet, Schwefel vom Whakaarri abzubauen. Aber 1914, nachdem elf Bergleute von einer Mure getötet wurden, wurde dies aufgegeben.

Einige Jahre später wurde der Abbau von Schwefel wieder aufgenommen, doch man hatte vom Desaster von 1914 gelernt. Die Arbeiter nutzten Hütten auf einer Hochebene der Insel. Jeden Tag mussten sie ihre Boote mit Hilfe eines Gerüsts zu Wasser lassen und zum Ladeplatz in Crater Bay rudern. Bei stürmischer See kletterten sie sogar auf einem engen Weg um die Felsen. Vor der Entdeckung von Antibiotika wurde Schwefel in der Medizin als antibakterielles Mittel oder zur Sterilisierung von Weinkorken benutzt, oder auch zur Herstellung von Streichholzköpfen. Der abgebaute Schwefel wurde mit kleinen Rollwagen zur Fabrik transportiert. Leider gab es zu wenig Sulphat auf dem Vulkan und somit wurde die oberste Bodenschicht als Komponente für landwirtschaftlichen Dünger verwendet. Aufgrund des geringen Mineralgehalts des Düngers wurde der Bergbau in den 30er-Jahren beendet. Die Ruinen der Bauten, die von den Sulphatgasen verätzt wurden, sind heute noch zu besichtigen.

Tourismus

Die Insel wird touristisch vermarktet, verschiedene Unternehmen haben von den Privateigentümern der Insel die Lizenz bekommen, geführte Touren zur Insel durchzuführen. Von Whakatane per Boot oder von verschiedenen Orten per Helikopter werden Besucher zur Insel gebracht. Es ist Vorschrift, dass sich Besucher nur mit festem Schuhwerk sowie einer mitgeführten Atemschutzmaske sowie einem Schutzhelm auf der Insel bewegen dürfen. Durch die Lage der Insel, fast 50 km von der Nordinsel entfernt im Meer, beeinflussen die Gezeiten sowie die vorherrschende Windrichtung, ob die Landung mit einem Boot möglich ist. Die Anlandung der Boote erfolgt an den Resten des alten Anlegestegs der Minengesellschaft aus den 1930er Jahren.

Die Zahl der Besucher, die durch verschiedene Unternehmen pro Jahr zur Insel gebracht werden dürfen, ist reglementiert.

Und hier mein persönlicher Eindruck: Biderlink!