Fri 7 Nov 2008
Kingdom of Tonga!
Montags kam ich auf Tonga an, der Hauptinsel Tongatapu um genau zu sein. Da es hier genauso ist wie in Fiji, hieß es, nichts wie weg von der Hauptinsel, da die nicht sonderlich spektakulär sind…
Also ein paar stunden gewartet und mit einer uralten zweistrahligen Propellermaschine hoch zu Vava’u Inselgruppe geflogen. Die Vava’u Inselgruppe besteht aus einer große und 40 kleineren Inseln die zum großen teil unbewohnt sind. Der Hafen von Neiafu genannt „Port of Refuge“ gehört zu den besten der Welt (quelle Wikipedia), hier legen unzählige Segelboote an die die Pazifischen Inseln bereisen.
Dort angekommen habe ich mich in der Hauptstadt Neiafu in das Port Wine Guesthouse eingemietet. Dieses erwartete mich nach all den Resorts in Fiji endlich mit einfachen und praktischen Gegebenheiten wie z.B. einer Küche. Gemanaged wurde das Guesthouse von einer Tonganischen Großmutter, die total liebenswürdig und sehr nett war.
Am nächsten morgen habe ich spontan mal verschlafen und somit den Tauchshop zu spät erreicht und den Trip zu den Walen verpasst… Sehr ärgerlich! Also versuchte ich die Zeit zu nutzen und etwas Food Shopping zu betreiben. Ein winziger Supermarkt war schnell gefunden, dort umgeschaut war die Enttäuschung Groß. Die Auswahl war auf die einfachsten Sachen beschränkt. Es wurden hauptsächlich Konservendosen fuer all die Boote im Hafen verkauft. Gut das ich aus Fiji eine Packung Nudeln mit Tomatensauce importiert hatte…
Wie ich im nachhinein heraus fand, haben Tonaner anscheinend einen ganz anderen (und wesentlich einfacheren) Speiseplan, als der „gemeine“ Europäer. Hier werden die meisten Lebensmittel im eigenen Garten angebaut oder auf dem Obst und Gemüse Markt sehr günstig eingekauft. Hier habe ich dann auch einmal zugeschlagen. Frische Ananas, ganze Bananenstauden und diverse andre Leckereien. Alles sehr günstig und super lecker da total frisch!
Am nächsten Tag ging es dann (dieses mal pünktlich) zum Tauchshop, wo es nach kurzer Modenschau in verschiedenen Wetsuits auch gleich mit dem Bot raus aufs Wasser ging. Alleine die fahrt zu dem Tauchgebiet war einfach nur wunderschön. Vorbei an kleinen unbewohnten Inseln mit Weißen Stränden durch Wasser was so blau ist wie ich in meinem Leben noch keins gesehen habe!
Das Tauchen hier Tonga war etwas anders als in Fiji, da man hier oft an den Inseln Taucht die Unterwasserhöhlen (Caves) haben. Natürlich auch wieder die ein oder anderen bunten Korallen. Jedoch nicht ganz so viele Fische wie in Taveuni (Fiji). Besser war dort die Sichtweite unterwasser, bis zu 25 – 30m unterwasser! In Wellington (NZ) sind es maximal 10m… Auch die Wasser Temperatur ist mit 25c (10c in Wellington) sehr sehr angenehm :).
Am nächsten Tag ging es raus mit dem Bot zum Whalewatching, mit etwas glück kann man sogar mit den riesigen Buckelwalen schnorcheln. Leider war ich von der ganzen Aktion etwas enttauscht, da ich mir irgendwie etwas mehr davon versprochen hatte.
Das erste Problem was das unser Bot gerammelt voll mit Leuten war, zwölf an der Zahl. Dann dauerte es gute drei stunden bis die ersten Wale gesichtet waren. Hierfür mussten wir bis an den Rand der Inselgruppe fahren, was auch seine zeit dauerte. Es wurden also zwei Gruppen gebildet wovon immer nur eine ins Wasser zu den Walen durfte.
Im gossen und ganzen sah es dann so aus, das unser Bot eine Buckelwal Weibchen mit Baby „überholte“, abgewartet wurde ob die Wale den Kurs ändern. Wenn dem nicht so war durfte eine Gruppe in Wasser springen und mit etwas glück die vorbei schwimmenden Wale bewundern. Ich befand mich in der zweiten Gruppe und war glaube ich nicht öfter als dreimal im Wasser, wovon ich nur einmal einen groben Wal umriss im Wasser erkennen konnte.
Die Leute in der ersten Gruppe hatten da wohl mehr glück, denn diese waren beim ersten Schnorchel versuch schon sehr nah an den Walen. Schlussendlich ist es natürlich immer noch so das Wale keine Haustiere sind und somit ihren eigenen Kopf haben. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen das sie es nicht so toll finden wenn (in meinem Fall bis zu vier) Bote mit vollgas um sie herumheizen. Denn bekanntlich leitet Wasser Geräusche / Lärm ja mehr als gut. Da wuerde ich mich auch so schnell wie möglich aus dem Staub machen…
Mein persönliches Whalewatching / Schnorchel Fazit:
Gerne würde ich noch einmal nach Tonga, dann mit mehr als einem Tag zeit für Whalewatching. Und zu einem früheren Zeitpunkt, nämlich im August oder September wenn die Wal Hauptsaison in Tonga ist. Was mann auch immer beachten sollte ist, das Vava’u zu den regenreichsten Inseln Tongas gehört. Ich habe mich mit einem Pärchen in meinem Guesthouse unterhalten die eine Woche aufgrund von Monsunregen gar nichts machen konnten…
Gruesse
Christoph